Hier finden Sie: Rüstkammer

Fotos: David Brandt
Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Besucherinformationen
täglich 10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen

Eintrittspreis normal: 10,00 Euro
Eintrittspreis ermäßigt: 7,50 Euro
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei
Schüler, Studenten sowie Auszubildende (ab 17 Jahre): 7,50 Euro
Gruppen ab 10 Personen: pro Person: 9,00 Euro
Der Eintritt ist auch gültig für das Neue Grüne Gewölbe sowie laufende Sonderausstellungen. Ausgenommen ist das Historische Grüne Gewölbe.

Das ERÖFFNUNGSPROGRAMM (PDF) finden Sie hier! 




Der Schauspieler Adnan Maral ist Botschafter der Türckischen Cammer (Foto: Jim Rakete/photoselection).
http://www.adnan-maral.de


Die Türckische Cammer ist Teil der Ernst-Reuter-Initiative des Auswärtigen Amts.

 




Die Türckische Cammer in den Medien (Auswahl):
ARD tagesschau, 26.12.2009 
GLOBAL ART MAGAZINE 
MDR Figaro: Faszination des Orients im Dresdner Schloss
ZDF aspekte, 26.2.2010 




Offizieller Förderer:


Die Türckische Cammer.
Die Sammlung orientalischer Kunst in der kurfürstlich-sächsischen Rüstkammer im
Residenzschloss Dresden

Sie ist alles andere als eine kleine Kammer, sondern vielmehr eine der prachtvollsten Sammlungen ihrer Art. Zugleich aber ist die Eröffnung der Türckischen Cammer der erste Schritt der Rückkehr der Rüstkammer ins Dresdner Residenzschloss. Damit ist die Türckische Cammer kein neues Museum im Gefüge der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, sondern vielmehr ein bisher nicht adäquat gezeigter Teil einer historischen Sammlung. Die neue Dauerausstellung präsentiert auf 750m² im zweiten Obergeschoss circa 600 orientalische und orientalisierende Objekte. Damit öffnet sich die Sammlung für einen intensiven Blick auf exquisite Kunstwerke und zeigt mit einem großen historischen Bestand wie weltoffene Kulturen in der Renaissance und im Barock aufeinander zugegangen sind, sich aneinander gerieben haben und voneinander fasziniert waren.

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Über mehrere Jahrhunderte hatten die sächsischen Herrscher durch diplomatische Geschenke und Beutestücke unterschied-licher Schlachten gegen die Osmanen, aber auch durch gezielte Ankäufe eine Sammlung exotischer Kunststücke zusammengetragen, die heute in Deutschland ihres Gleichen sucht und einen besonders prunkvollen Teil der osmanischen Geschichte den Besuchern näherbringt. Sie bringt aber auch das zunehmende Interesse des sächsischen Hofes an einem kulturellen Verständnis der anderen Lebensart und an der Kunst des Orients zum Ausdruck. Denn ein Teil der Stücke entstand unter osmanischem Einfluss in bedeutenden europäischen Werkstätten.

Die Präsentation, konzipiert vom Oberkonservator der Rüstkammer Holger Schuckelt und gestaltet durch das Architekturbüro Peter Kulka Architektur Dresden GmbH, ist eine authentische Neuerfindung, die es in dieser Form bisher nicht gab. Hauptattraktionen sind die prächtigen Teile osmanischer Staatszelte sowie die umfangreichen osmanischen Prunkreit-zeuge auf eigens für diesen Zweck geschnitzten, lebensgroßen Araberhengsten. Umgeben von Panzerhemden, Helmen, Fahnen, Waffen und Gewändern ermöglichen es diese textilen Kostbarkeiten, die von der osmanischen Kunst und Kultur ausgehende Faszination der sächsischen Kurfürsten nachzuvollziehen.

Die Dresdner Sammlung osmanischer und orientalisierender Kunst gehört zu den umfangreichsten der Bundesrepublik Deutschland. Allein das größte Objekt, ein 20 m langes, 8 m breites und 6 m hohes osmanisches Staatszelt mit prächtigen Applikationen aus Seide und vergoldetem Leder, wurde aufwändig für mehr als 3,6 Millionen Euro restauriert. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre arbeiteten die Restauratoren der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und viele freie Mitarbeiter auf höchstem Niveau an der Instandsetzung und Ausbesserung der Objekte.

Geschichte: Mit der Eröffnung der großen musealen Präsentation im Residenzschloss im März 2010 sind die Schätze in dieser Fülle erstmals wieder seit 70 Jahren öffentlich zu sehen. Bis 1942 wurde ein kleiner Teil der Objekte in anderer Form im Dresdner Johanneum ausgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten die meisten Objekte in die UdSSR und kamen mit der Rückführung der Bestände der Rüstkammer 1958 aus Leningrad nach Dresden zurück. Seit 1959 war eine kleine Auswahl der Türkischen Cammer in die Dauerausstellung der Rüstkammer, in der Osthalle des Semperbaus am Zwinger, integriert.

Ausstellungsarchitektur:
Als Teil des Wiederaufbaus des Residenzschlosses entstand aufgrund der Ausstellungs-konzeption der Rüstkammer in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Peter Kulka Architektur Dresden GmbH eine völlig neu gestaltete Raumpräsentation. Zum Schutz der Textilien (Zelte, Fahnen, Kostüme, Schabracken und Sättel) wird dabei das Licht stark reduziert und die gesamte Ausstellung in eine nächtliche Atmosphäre getaucht. Vor den dunkelblau gestrichenen Wänden werden die prachtvollen Objekte mit spezieller Beleuchtung inszeniert. Einzelne Ausstellungsstücke werden gezielt hervorgehoben. So wird der Wechsel von Bereichen mit funkelnden Edelsteinen und Gold in glänzendem Licht und geheimnisvoll abgedunkelten Bereichen ein spannungsgeladenes Bild erzeugen.
Zusammen mit dem Grünen Gewölbe, den weiteren Ausstellungsbereichen der Rüstkammer und den noch zu gestaltenden Fest- und Paraderäumen wird die Türckische Cammer das Dresdner Residenzschloss im Zeichen höfischer Repräsentationen in Renaissance und Barock präsentieren.