„Wenn der Sonnentau …“
von 2005 bis 2007
täglich 10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen
Für die Jahre 2005 bis 2007 ist ein bedeutender Zuwachs an zeitgenössischen Kunstwerken im Kunstfonds zu verzeichnen. In diesem Zeitraum wurden im Rahmen der Förderankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Werke aktueller sächsischer Kunst von mehr als siebzig Künstlern für die Sammlung des Kunstfonds – und damit für die Staatlichen Kunstsammlungen erworben. Die insgesamt mehr als 120 Erwerbungen – darunter etliche Serien und mehrteilige Arbeiten – dokumentieren ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. In der Ausstellung wird eine
repräsentative Auswahl von etwa sechzig Werken gezeigt.
Wer das aktuelle Kunstgeschehen in Sachsen kennenlernen will, kann hier einen konzentrierten Eindruck gewinnen.
Die Vielfalt der Techniken und die thematische Breite der ausgestellten Arbeiten, mit der sich die zeitgenössischen Künstler in ihrem Schaffen sowohl formal wie inhaltlich auseinandersetzen, ist beeindruckend. In ihren Werken reflektieren sie politische, gesellschaftliche und kulturpolitische Fragen und beschäftigen sich mit Naturphänomenen oder Fragen der Selbstdarstellung und Identität. Tradierte künstlerische Techniken werden dabei oft neu interpretiert und zeitgemäß übersetzt. So befinden sich unter den Exponaten ungewöhnliche Einzelpositionen – wie das für die Ausstellung titelgebende Häkelobjekt von Annett Oehme „Wenn der Sonnentau eine Buckelzirpe fängt“, die farbige Riesenzeichnung „Keiner“ von Dirk Lange, die mittels Perforierung in Papier gearbeiteten Porträts von Spionen von Fabian Reimann, das in eine Spanplatte geschnittene Bild „Wolkenbruch“ von Frank Lippold, das wie eine überdimensionierte Druckplatte wirkt, das von Peggy Buth in roten Teppich gebrannte Bild „Fireworks after a really big event“ oder die Bilder-Leuchtkästen von Stefanie Busch.
Bei anderen Künstlern stehen formale Fragen im Vordergrund (wie bei Helena Rossner, Peter Krauskopf, Susanne Werdin) oder solche der Materialität, wobei sich oft die Grenzen zwischen den herkömmlichen Techniken verwischen.
Gezeigt werden Zeichnungen, Fotografien, Gemälde, Videoarbeiten, Objekte und Installationen von Martin Borowski, Jan Brokof, Stefanie Bühler, David Buob, Stefanie Busch, Peggy Buth, Mirjam Dröge, Philipp Fritzsche, Ulrich Gebert, Henriette Grahnert, Janet Grau, Jana Gunstheimer, Stella Hamberg, Dirk Heerklotz, Bernd Imminger, Sven Johne, Lisa Junghanß, Juliane Köhler, Peter Krauskopf, Dirk Lange, Frank Lippold, Frank Mädler, Christian Philipp Müller, Heide Nord, Annett Oehme, Fabian Reimann, Manuel Reinartz, REINIGUNGSGESELLSCHAFT, Benjamin Rinner, Christoph Rodde, Helena Rossner, Jenny Rosemeyer, Adrian Sauer, Michael Schäfer, Jörg Scheibe, Kerstin Schiefner, Christian Schönwälder, Grit Schwerdtfeger, Miriam Vlaming und von Susanne Werdin aus den letzten fünf Jahren.