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Gerhard Bondzin, Vietnamesische Mädchen, Öl auf Leinwand, 146 x 116 cm, Inv. Nr. 32/64, Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden,
Foto: Herbert Boswank

Schaudepot #2. Reisebilder

Ausstellung des Kunstfonds
Gemäldedepot des Kunstfonds, Marienallee 12, 01099 Dresden (ehemaliges Gebäude der Sächsischen Landesbibliothek)
Zugänglich nur im Rahmen von Führungen nach telefonischer Voranmeldung unter Tel. 0351 - 314 03 10, jeweils mittwochs den 16. / 23. / 30. April und 7. / 14. / 21. Mai, 16.00 Uhr.

Mit „Schaudepot #2“ setzt der Kunstfonds seine im letzten Jahr mit Erfolg gestartete Veranstaltungsreihe fort.
Unter dem Titel „Reisebilder“ wird dieses Mal eine Auswahl von Impressionen Dresdner Künstler von Reisen ins Ausland gezeigt, die in den 1950er bis 1980er Jahren entstanden sind und derzeit im Depot der Sammlung ruhen.
Reisen ins Ausland waren vor 1989 auch für Künstler nicht so selbstverständlich möglich wie heute. Den politischen Gegeben-heiten geschuldet waren die traditionellen Ziele von Künstler-reisen kaum erreichbar, dafür aber Reisen in die Ostblock-staaten, die Sowjetunion und die sozialistischen Länder in Afrika und Asien, wie z. Bsp. Ägypten, die Mongolei und Vietnam. Die Berührung mit fremden Kulturen und beeindruckenden Landschaften bot zahlreiche Ansatzpunkte für die künstlerische Auseinandersetzung außerhalb des gewohnten Umfeldes. So stießen auch meist zentral organisierte und finanzierte Studienreisen sowie Reisen mit offiziellem Auftrag auf großes Interesse, auch wenn sie mitunter wenig Freiraum zum Arbeiten und für eigene Erkundungen boten. Weniger hoch angebundene oder privat mögliche Reisen brachten dagegen meist interessante künstlerische Ergebnisse.
Wer reisen durfte und gereist ist, in welcher Weise sich die besonderen Rahmenbedingungen der Reisen auf ihre künstlerischen Ergebnisse auswirkten, ob diese unterwegs oder erst später zu Hause im Atelier entstanden, welches Bild sie vom Gastland vermitteln, für welches Publikum die Reise-impressionen gedacht waren, welche künstlerische Bedeutung sie haben und wie sie in den Bestand des Kunstfonds gelangten, sind nur einige der Fragen, die in der Ausstellung interessieren werden.
Die Auswahl zeigt Gemälde und Grafiken unter anderem von Rudolph Bergander, Margret Häusler, Alfred Hesse, Karin Heyne, Veit Hofmann, Herbert Schmidt-Walter, Wilhelm Schmied, Gerhard Stengel, Lutz Voigtmann, Horst Weber und Christoph Wetzel.