Mit Schwert und Kreuz zur Kurfürstenmacht.
Friedrich der Streitbare, Markgraf von Meißen und Kurfürst von Sachsen (1370-1428)
Eingang Sophienstraße
10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen
Die Rüstkammer und das Grüne Gewölbe nehmen den 600. Jahrestag des Regierungsantritts Friedrichs IV., des Streitbaren (1370-1428), in der Markgrafschaft Meißen im Jahre 1407 zum Anlass, diesen Wettiner erstmals mit einer eigenständigen Ausstellung zu würdigen. Dessen Ausnahmestellung innerhalb der eigenen Dynastie sowie der meißnischen und sächsischen Geschichte begründet sich mit der Erhebung zum Kurfürsten von Sachsen im Jahre 1423 und dem damit verbundenen Aufstieg in die Elite der sieben zur Königswahl berechtigten deutschen Reichsfürsten. Die Kabinettausstellung führt spektakuläre historische und kunsthistorische Zeugnisse des Lebens und auch Nachlebens Friedrichs zusammen, darunter das erste Kurschwert der Wettiner, die Belehnungsurkunde von 1423, eine sächsische Goldene Bulle Karls IV. für einen der askanischen Vorläufer von 1376, das wieder entdeckte Nachlassinventar der Kleinodien, Waffen und Kleidungen von 1428, ein Kleinod des Drachenordens, dem der Wettiner angehörte, ausgewählte Prunkgefäße, Münzen, seltene Waffen und eine Prachtmitra seiner Zeit, das Matrikel und Schwurblatt der Universität Leipzig aus dem Gründungsjahr 1409, ein illuminierter Frühdruck der berühmten “Chronik des Konzils in Konstanz“ von Ulrich Richenthal, Gedenkmedaillen auf den in Konstanz verbrannten Jan Hus. Ein historischer Gipsabguss des Kopfes von der Grabplastik Friedrichs des Streitbaren im Meißener Dom lädt zu einem Vergleich mit dessen Bildnissen in späteren sächsischen Stammbüchern und Medaillen ein.