"I can only see things when I move"
Positionen zeitgenössischer Kunst auf Papier
täglich 10 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen
Das Verhältnis von Bewegung und Wahrnehmung, von Raum und Zeit ist ein zentrales Thema zeitgenössischer Zeichnung, Graphik und Photographie. Der Titel "I can only see things when I move“ – einer Arbeit des dänischen Künstlers Eliasson entlehnt – bildet deshalb die metaphorische Klammer der Ausstellung, in der das Kupferstich-Kabinett eine Auswahl seiner Neuerwerbungen seit 2000 zeigt.
Mit traditionellen Techniken wie der Radierung oder dem Holzschnitt, aber auch mit innovativen Verfahren, etwa der digitalen Bilderzeugung, erkunden Künstlerinnen und Künstler imaginäre und reale Räume: Sie kartographieren und vermessen leere Räume oder füllen diese mit wuchernden Strukturen an, um visuelle Äquivalente zur Lebenssphäre des Privaten oder zur komplexen Urbanität der Städte zu erfinden. Die Zeichnungen oder druckgraphischen Serien richten den Blick auf zurückgedrängte Naturräume, entwerfen Phantasiearchitekturen oder evozieren Erinnerungslandschaften und entfalten dabei neue Zeichen- und Bezugssysteme. In den Arbeiten auf Papier, dem wohl fragilsten Medium zeitgenössischer Kunst, geht es dabei immer auch um die Verortung des menschlichen Daseins, um eine Positionsbestimmung in Kunst wie Gesellschaft.
Zu sehen sind Werke von Mel Bochner, Anja Bohnhof und Karen Weinert, Martin Borowski, Jan Brokof, Thomas Demand, Olafur Eliasson, Fischli & Weiss, Eberhard Göschel, Eberhard Havekost, Candida Höfer, Olaf Holzapfel, André Kirchner, Per Kirkeby, Hermann Nitsch, Christoph Rodde, Ricarda Roggan, Alexander Roob, Fred Sandback, Thomas Scheibitz, Jürgen Schön, Terry Winters, Anton Würth, Keisuke Yamamoto.
Bildergalerie zur Ausstellung
Eintritt: 3,00 Euro
Eintritt ermäßigt: 2,00 Euro
Gruppenpreis (ab 10 Personen pro Person): 2,50 Euro
Familienkarte: 7,00 Euro