Canaletto: Ansichten vom Canal Grande in
Venedig
Die Gemäldegalerie Alte Meister besitzt ein hochkarätiges Ensemble an Venedig-Ansichten aus der Hand des jungen Canaletto (1697-1768). Gemalt um 1725, gehören sie un-bestritten zu den Höhepunkten in der Geschichte der Veduten-malerei. Niemals wieder in seinem Leben hat Canaletto, der eigentlich Giovanni Antonio Canal hieß, einen solch freien Pinsel-strich verwendet, so malerisch das klare Licht der Lagunenstadt behandelt.
Die Kabinettausstellung konzentriert sich auf den Canal Grande. Vielfach haben Canaletto und seine Zeitgenossen diese prachtvolle Wasserstraße in Venedig auf Leinwand gemalt oder in Kupfer gestochen. Zwei der Veduten von Canaletto wurden jüngst mithilfe des J. Paul Getty Trust (Los Angeles) restauriert. Erstmals werden sie jetzt dem Publikum in Dresden vorgestellt. Die Ausstellung erläutert dabei nicht nur die Restaurierung, sondern gibt auch spannende Einblicke in die Maltechnik des Künstlers anhand von Röntgen- und Infrarotaufnahmen.
Eine einführende Sektion der Ausstellung präsentiert prägnante Beispiele aus der Geschichte der europäischen Vedutenmalerei. Neben Künstlern wie Gaspar van Wittel und Luca Carlevarijs ist auch Bernardo Bellotto vertreten, der fast 20 Jahre in Dresden für König August III. arbeitete und sich wie sein berühmter Onkel ebenfalls Canaletto nannte. Da viele Künstler damals die Camera obscura zur Erfassung der Realität nutzten, wird dieses optische Gerät in einem weiteren Bereich der Ausstellung eigens thematisiert.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Mit freundlicher Unterstützung durch
Ernst von Siemens Kunstfonds
Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen
gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
Italienisches Kulturinstitut Berlin
Regione del Veneto
Veranstaltungshinweis:
„Auf den Spuren Canalettos –
Stadtansichten mit der Camera obscura“
Im Rahmen der Ausstellung werden ein umfangreiches Begleitprogramm (Vorträge, Workshops, Installation „Blicke auf Dresden“) sowie ein 60-minütiger Lehrfilm angeboten, der den Einsatz einer Camera obscura als maltechnisches Hilfsmittel anhand der Vedute „Der Marktplatz zu Pirna“ von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, experimentell rekonstruiert.
(Nähere Informationen unter www.dresden-canaletto.de )
Ein Gemeinschaftsprojekt der Volkshochschule Dresden e.V., der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Technischen Sammlungen Dresden; gefördert vom Sächsischen Ministerium für Kultus.
Canaletto-Ausstellung in Second Life
Ein Novum ist die vollständige Präsentation der Ausstellung auch in „Dresdengallery“, der virtuellen Dependance der Gemälde-galerie Alte Meister. „Dresdengallery“ ist weltweit der erste Nachbau eines Museums 1:1 in der online-Welt „Second Life“®. Seit dem Start Ende Mai 2007 haben fast 40.000 Nutzer der internationalen Community die Gemäldegalerie Alte Meister in Second Life besucht. Jetzt machen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den nächsten Schritt und zeigen die Canaletto-Ausstellung in der dreidimensionalen, in Echtzeit zugänglichen online-Welt, zeitlich parallel zur Ausstellung im Real Life. Dabei wird mit Informationsmöglichkeiten experimentiert, die in der realen Ausstellung nicht zur Verfügung stehen. So können die beiden restaurierten Meisterwerke mit Röntgenaufnahmen überblendet werden, um Einblick in die Maltechnik des Künstlers zu erhalten.
Weitere Informationen unter www.dresdengallery.com.
Realisiert und ermöglicht durch die Second Interest AG – Virtual Business Solutions, Berlin.