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Caspar David Friedrich, Zwei Männer in Betrachtung des Mondes, 1819/20
© Galerie Neue Meister

Von Friedrich bis Dix

Deutsche Malerei aus der Dresdener Galerie Neue Meister
Staatliche Eremitage, St. Petersburg
11. November 2008 bis 29. März 2009

Die Galerie Neue Meister zeigt - während der baubedingten Schließung des Albertinums - in der Staatlichen Eremitage zu St. Petersburg Hauptwerke deutscher Malerei aus ihrem Bestand. Die Ausstellung umfasst repräsentative Gemälde aus dem Zeitraum von 1800 bis 1945, von der Romantik bis hin zu Expressionismus und Neuer Sachlichkeit. Sie ist das bislang umfassendste Gastspiel der Dresdener Sammlung der Moderne – nach Ausstellungen in Los Angeles und Peking – in einem der bedeutendsten Museen der Welt.
In nicht weniger als fünf Sälen in der Eremitage bieten rund fünfzig Meisterwerke einen Überblick über die Sammlungsschwerpunkte der Galerie Neue Meister und damit einen gültigen Querschnitt durch die Geschichte der deutschen Malerei des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die gezeigten Gemälde, wie von Lovis Corinth, Conrad Felixmüller, Wilhelm Leibl und Ludwig Richter, stehen stellvertretend für die Epochen und Strömungen der Zeit. Ihre Auswahl richtet sich nicht zuletzt auch nach der ganz eigenen Wahrnehmung deutscher Malerei in der russischen Kunstgeschichte. Darunter sind auch Werke deutscher Maler zu sehen, deren Sujets durch die russische Kultur geprägt wurden. Max Slevogt malte die berühmte russische Tänzerin Anna Pawlowa, Robert Sterl verarbeitete Eindrücke der harten Arbeit der Wolgatreidler.

Die Ausstellung greift aber nicht nur die engen sächsisch-russischen Kulturverbindungen, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen, auf, sondern führt diese weiter. Sie ist selbst Symbol dieser gemeinsamen Geschichte – sie ist ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für die Rückkehr der Kunstwerke, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die UdSSR verbracht wurden und 1956-58 an die Dresdener Museen zurückgegeben worden sind.
Stellvertretend für die Geschichte zahlreicher Bilder der Dresdener Gemäldegalerie, die 1945 geborgen, nach Russland transportiert und dort verwahrt wurden, steht Adolph von Menzels „Predigt in der alten Klosterkirche zu Berlin“ von 1847. Es ist ein zentrales Werk in dieser Ausstellung und trat ebenfalls vor 50 Jahren die Reise zurück von Russland nach Dresden an – und ist seitdem zum ersten Mal wieder in Russland ausgestellt.