Living Landscapes.
A Journey through German Art
Eine Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin,
der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Mit „Living Landscapes“ wird ein hochkarätiges Spektrum der Geschichte der deutschen Landschaftsmalerei der vergangenen 200 Jahre präsentiert. Das Sujet „Figur und Landschaft“ ist bestimmendes und vereinigendes Moment der ausgestellten Gemälde von der Romantik über den Expressionismus bis zur Gegenwart. Als eine „Reise in Bildern“ präsentiert sich die Ausstellung dem chinesischen und internationalen Publikum.
Alle drei Bereiche sind kunsthistorische Meilensteine in der Geschichte Dresdens, Berlins und Münchens als Zentren der Künste und der Künstler – und alle drei Strömungen sind historisch gewachsene Sammlungsschwerpunkte der staatlichen Gemäldesammlungen.
Anfang des 19. Jahrhunderts bildete sich in Dresden mit Caspar David Friedrich (1774-1840), Ludwig Richter (1803-1884) und Carl Gustav Carus (1789-1869) die deutsche Landschaftsmalerei als eigenstän-diges Genre heraus, die genuin für die deutsche Malerei seit dieser Zeit steht.
Die Strömungen der süddeutschen und nördlichen Romantik sind mit herausragenden Gemälden aus der Neuen Pinakothek München und der Alten Nationalgalerie Berlin vertreten. Werke von Moritz von Schwind (1804-1871), Carl Spitzweg (1808-1885) und Joseph Anton Koch (1768-1839) aus München und von Carl Blechen (1798-1840), Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) oder auch Eduard Gaertner (1801-1877) aus Berlin runden das Dresdener Sammlungsbild der deutschen Landschaftsmalerei der Romantik auf das Vortrefflichste ab.
Dank der bewährten Kooperation zwischen Berlin, Dresden und München lässt sich im NAMOC eine exquisite Auswahl an BRÜCKE-Gemälden präsentieren, die ihresgleichen sucht. So sind frühe und späte Arbeiten der wichtigsten Maler aus allen drei Institutionen vertreten, die spannende Blickachsen entstehen lassen.
Anhand von herausragenden Werken deutsch-deutscher Maler wird die Malerei der Gegenwart exemplarisch beleuchtet. Neben K.H. Hödicke (*1938) ist Georg Baselitz (*1938) mit dem Gemälde „Drei Feldarbeiter“ (1967) aus der Pinakothek der Moderne, München vertreten. Die Galerie Neue Meister zeigt aus ihrem Sammlungsschwerpunkt der ganz jungen Maler aus Dresden und Leipzig Arbeiten von Neo Rauch (*1960), Eberhard Havekost (*1967), Frank Nitsche (*1969), Markus Draper (*1969) u.a. In der Traditionslinie der Dresdener Landschaftsmalerei entdecken diese Künstler neue Bildräume, die zwischen Abstraktion und Figuration der „Neuen Leipziger Schule“ anzusiedeln sind.
„Living Landscapes“ präsentiert nicht nur reine Landschaftsräume – sondern zeigt mit eindrucksvollen Beispielen aus der Malerei der deutschen Romantik gleichsam Spiegelungen menschlicher Existenz in der Darstellung des gemalten Landschafts- und Naturraumes. Der Mensch und seine Spuren in der Landschaft werden bildlich erfahrbar. Das Verhältnis von Mensch und Natur, von Subjekt und Raum im Wandel vom 19. bis zum 21. Jahrhundert lässt sich in vielfältigen und mitunter überraschenden Facetten nachvollziehen.
Der Aspekt von „Living Landscapes“ – von Landschaft und Figur, ist auch für das Verständnis der chinesischen Landschafts-malerei elementar. Unterschiede in der Bildkomposition, den Inhalten und der Maltechnik zeigen die Verschiedenheit der europäischen und der chinesischen Bildtradition.
Rund 30 Hauptwerke aus dem Bestand der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden werden mit je 15 bis 20 ausgewählten Gemälden der Alten und Neuen Nationalgalerie sowie des Hamburger Bahnhofs – Museum für Gegenwart, Staatliche Museen zu Berlin und der Neuen Pina-kothek, der Schack-Galerie sowie der Pinakothek der Moderne der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München zu einer einzigartigen Ausstellung Deutscher Landschaftsmalerei im National Art Museum of China zusammengeführt.
Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und Hu Jintao, Staatspräsident der Volksrepublik China.
