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Kaspar mit den höllischen Furien, Handpuppen für "Das Puppenspiel vom Dr. Faust", 1968
Foto: Frank Höhler
Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung

Kasper – eine deutsche Karriere

Ausstellung der Puppentheatersammlung
Museum für Sächsische Volkskunst, Jägerhof, Köpckestraße 1
16. Mai 2009 bis 31. Januar 2010

Im Puppentheater hat es stets Helden und lustige Figuren gegeben, mit denen sich die Zuschauer identifizieren konnten. Seit über 200 Jahren trägt diese Figur nun den Namen Kasper. Vom Anarchisten, Raufbold, Angsthasen und Faulpelz wandelte er sich im Laufe der Zeit als Erzieher zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft. Man hat ihn gebraucht und missbraucht, geliebt und abgelehnt. In der NS-Zeit wurde er ein deutscher Held und seine Nase vorsichtig begradigt. In der DDR war kein Platz mehr für ihn. Statt seiner tummelten sich Junge Pioniere auf der Bühne, bis schließlich Kaspers plebejische Wurzeln entdeckt wurden. So konnte er in den achtziger Jahren seine politische Dimension im Spiel für Erwachsene zurückgewinnen. Die Ausstellung stellt den Kasper im Kreise seiner Familie, Freunde und ausländischen Kollegen vor.