Gerhard Richter. Bilder 1963 - 2007
Er ist einer der weltweit bedeutendsten, einflussreichsten und erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler. Auch in der jungen Kunstszene Chinas wird das Werk von Gerhard Richter mehr als jedes andere diskutiert. Jetzt wird die erste große Retrospektive von Bildern des in Dresden geborenen Künstlers im National Art Museum of China in Peking präsentiert. Vom 15. Mai bis 2. Juli 2008 werden in Peking nicht weniger als 56 Bilder aus den Jahren 1963 bis 2007 gezeigt, die einen repräsentativen Überblick über das umfangreiche und vielfältige Werk des großen Künstlers geben. Gerhard Richter selbst bestimmte die Auswahl der Werke wie auch deren Präsentation im National Art Museum of China.
Richters Malerei bewegt sich seit mehr als 45 Jahren in einem ständigen Dialog zwischen figurativen und abstrakten Bildkonzepten. Bei aller stilistischer Vielfalt kreisen seine Bilder aber immer um das zentrale Thema der künstlerischen Repräsentation einer immer widersprüchlicheren Wirklichkeit.
Gerhard Richter wurde 1932 in Dresden geboren. Er studierte zunächst an der dortigen Hochschule für bildende Künste, bevor er 1961 die DDR verließ. In Düsseldorf begann er ein erneutes Kunststudium. Seit 1964 werden seine Bilder in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und sind in den Sammlungen der wichtigsten Museen für moderne Kunst vertreten. In den jüngsten Jahren fanden bedeutende Retrospektiven seines Werkes im Museum of Modern Art, New York (2002) und im K 20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2005) statt. Gerhard Richter hat für seine Kunst zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter in Tokyo den Praemium Imperiale (1997) und den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen (2000). Seit 2007 ist er Ehrenbürger Kölns, wo im gleichen Jahr sein Entwurf für das Südquerhaus-Fenster des Domes eingeweiht wurde.
Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und Hu Jintao, Staatspräsident der Volksrepublik China.
