Captured Emotions:
Baroque Painting in Bologna, 1575–1725
Kunstsammlungen Dresden
Die Epoche des Barocks nahm vor allem in Bologna ihren Anfang. Um 1575 setzten drei Mitglieder der Carracci-Familie neue Maßstäbe in der Malerei. Die konsequente Nachahmung der Natur, die Darstellung von starken Emotionen sowie die monumentale Bildauffassung, die von Ludovico Carracci und seinen beiden Cousins entwickelt wurde, empfanden die Zeitgenossen als geradezu revolutionär. Die ungemein suggestive Sprache der barocken Malerei sollte die Kunst der nächsten zwei Jahrhunderte prägen.
Die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzt einen reichen außerordentlich qualitätvollen Bestand an Malerei aus Bologna, der besonders für die Zeit um 1600 exzellente Werke vereint. Aus diesem Ensemble werden 27 Meisterwerke in Los Angeles gezeigt. Darunter befinden sich Hauptwerke wie die großformatige Altartafel “Thronende Madonna des heiligen Matthäus” von Annibale Carracci, die anmutige Darstellung der “Galatea” von Francesco Albani, delikate Kabinettstücke wie “Joeseph und die Frau des Potiphar” von Carlo Cignani wie auch die einzigartige Serie der “Sieben Sakramente” von Giuseppe Maria Crespi. Eine kongeniale Ergänzung finden die Gemälde in den 17 hochkarätigen Werken, die aus dem J. Paul Getty Museum, dem Los Angeles County Museum of Art, dem Norton Simon Museum, dem Timken Museum of Art (San Diego) sowie einer Privatsammlung stammen. Gemeinsam bieten die Leihgaben eine bemerkenswert umfassende Einführung in eine der wichtigsten Epochen der italienischen Malerei, dem Barock in Bologna von 1575 bis 1725.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: Captured emotions, Baroque Painting in Bologna 1575-1725, hrsg. v. Andreas Henning und Scott Schaefer, Getty Publications 2008.