Mauerbilder.
Fotografien von Christian Borchert 1963-1990
Goethe-Institut Dresden
Zum Schaffen des in Dresden geborenen und viele Jahre in Berlin tätigen Fotografen Christian Borchert (1942-2000) zählt auch eine vergleichsweise unbekannte Werkgruppe zum Thema „Berliner Mauer“. Die zwischen 1963 und 1990 entstandenen künstlerischen Fotografien dokumentieren die Existenz und das Ende dieses Bauwerkes, bei dem es sich um den architektonischen Inbegriff der deutschen Teilung handelt – und heute auch um deren markantestes Relikt. Borcherts Zyklus reflektiert ohne Pathos, neugierig und unaufgeregt und mitunter auch aus ungewöhnlichem Blickwinkel vierzig Jahre deutsche Geschichte. Die Aufnahmen beeindrucken durch ihre Zeitzeugenschaft und sind 20 Jahre nach der Wende auch als Geschichtsdokumente interessant.
Aus Anlass des Mauerfall-Jubiläums stellen das Goethe-Institut Dresden und der Kunstfonds diese Serie erstmals der Öffentlichkeit vor. Die Serie von Originalabzügen aus der Sammlung des Kunstfonds wird durch weitere Motive aus dem in der Deutschen Fotothek aufbewahrten Nachlass von Christian Borchert ergänzt.
Mit der aktuellen Schau wird die 2008 erfolgreich gestartete Zusammenarbeit zwischen Kunstfonds und Goethe-Institut Dresden fortgesetzt.
Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Fotothek der SLUB Dresden.